Cent Auktionen

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Bei Cent Auktionen, handelt es sich um ein pay-per-bid Modell aus dem B2C (Business 2 Consumer) Sektor. Anders als bei herkömmlichen Auktionsseiten muss man hier zunächst sogenannte „Bids“ – Gebote erwerben, damit man überhaupt auf ein Produkt bieten darf. Dabei kostet jedes einzelne Gebot im Regelfall fünfzig Cent.

Ablauf

Durch das setzen eines „Bids“ steigt der Auktionspreis um einen Cent und die Restlaufzeit wird auf zehn Sekunden zurückgesetzt. Wenn in dieser Zeit kein neues Gebot mehr eingeht ist die Auktion vorbei und der Gewinner kann sich über ein „Schnäppchen“ freuen. Zu beachten ist jedoch, dass es sich hierbei um eine All-Pay-Auktion handelt, dementsprechend muss ein Bieter, unabhängig davon ob er die Auktion gewinnt oder verliert, mit seinen eingesetzten Geboten bezahlen.

Primär werden Produkte aus dem High-Tech Elektronik Bereich angeboten, der Grund hierfür ist simpel, hohes Suchvolumen das viel Traffic auf die Seite zieht. Da die Attraktivität der Produkte eine so große Rolle spielt sind besonders Smartphones und Tablets täglich im Auktionssortiment.

Lohnt sich’s?

Wie stehen die Chancen, dass ich als Nutzer tatsächlich eine Auktion gewinne?

Wenn man sich auf Cent Auktionen einlässt, sollte man nicht vergessen, dass es sich hierbei um Glücksspiel handelt. Darüber hinaus sollte man sich zunächst grundlegend über die Seite informieren. Bei der Wahl der Cent Auktionsseite sollte man sich fragen: Wie lange ist der Player schon auf dem Markt? Was sagen mir Erfahrungsberichte über diese Seite? etc.

Viele Betreiber bieten Neukunden Freigebote an, welche gut dafür geeignet sind sich erst einmal mit dem System vertraut zu machen.  Als User sollte man sich auf jeden Fall ein Limit setzen bevor man sich ans Bieten macht, denn es besteht die Gefahr, dass man mehr Geld in die Auktion investiert als das Produkt letztendlich Wert ist.

Zur Nachvollziehbarkeit hier einmal eine Beispielrechnung

Produkt:  Ipad 4 16 GB verkauft für 15,40€

Wie bereits angemerkt kostet jedes einzelne Gebot 50 Cent, dementsprechend sind in diese Auktion 15,40 * 100 = 1540 Gebote eingeflossen. Durch die eingesetzten Gebote hat der Betreiber also 770€ verdient. Der Gewinner der Auktion hätte im worst-case Szenario jedes zweite Gebote gesetzt – entspricht in diesem Fall 770 Geboten, also einem Einsatz von 385€. Der Auktionsgewinner hätte verglichen mit dem regulären Kaufpreis von 679€ tatsächlich ein Schnäppchen ergattert, doch alle anderen Mitbieter wären leer ausgegangen. Die wenigsten werden nachdem sie ihre erste Auktion verloren haben ein zweites mal in Gebote investieren. Deswegen setzen die Betreiber massiv SEA ein um Neukunden zu akquirieren.

 

Achtung vor schwarzen Schafen

Wie erkennt man ob eine Auktionsseite durch Manipulation gepusht wird?

Leider kann man nicht genau sagen ob Betreiber mithilfe von Bots Preise manipulieren, aufgrund fehlender Transparenz. Ob sich hinter „Mike92“ eine echte Person oder nur ein Computerprogramm verbirgt ist für den Bieter nicht ersichtlich. Was man jedoch tun kann ist sich den Auktionsverlauf einmal genau anzusehen und auf die Usernamen zu achten. Falls hier immer dieselben User bieten und gewinnen, sollte man sich vom Angebot distanzieren.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pennyauktion (abgerufen am 21.1.2013 18:31)

http://www.test.de/Cent-Auktionen-Zu-schoen-um-wahr-zu-sein-4397039-0/ (abgerufen am 21.1.2013 19:20)

 

Kai Storm

Kai Storm

Kai Storm studiert im fünften Semester Ecommerce an der FH Wedel. Aufgrund seiner Online-Affinität und seinem Bestreben die neuen Medien mitzugestalten war für ihn die Studiengangwahl frühzeitig klar.
Kai Storm
Kai Storm

Autor: Kai Storm

Kai Storm studiert im fünften Semester Ecommerce an der FH Wedel. Aufgrund seiner Online-Affinität und seinem Bestreben die neuen Medien mitzugestalten war für ihn die Studiengangwahl frühzeitig klar.

Ein Kommentar

  1. Ich weiß ja nicht, ob man bei diesen 1-Cent-Auktionen nicht vielleicht eher von weißen als von schwarzen Schafen sprechen sollte, denn letztere überwiegen doch eher :D.

    Meiner Meinung nach ist das Ganze bloß eine Form von Glücksspiel, dementsprechend werde ich meine Finger davon lassen. Am Ende gewinnt schließlich doch bloß das Haus.

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