Inspiration beim Online-Shopping

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Gerade in unserer heutigen Welt, in der sich alltägliche Vorgänge mehr und mehr in das Internet verlagern, ist es umso wichtiger, den User vor allem dort zu inspirieren, wo er sich zu diesem Zeitpunkt aufhält. So geht der Trend einen User zu „inspirieren“ vor allem in Richtung E-Commerce, wobei die Relevanz der Printmedien stetig abnimmt.

Was ist Inspiration?

Zuerst muss jedoch einmal definiert werden was mit dem Begriff „Inspiration“ in diesem Fall eigentlich gemeint ist. Hier geht es darum, den User auf neue oder auch bestehende Produkte, die er vorher nicht kannte, aufmerksam zu machen. Vor allem gilt hier das Prinzip: „Das Produkt soll den Kunden finden“. So soll der User, ohne dass er vorher Kaufabsichten zeigte oder sich von sich aus informierte, auf ein Produkt aufmerksam gemacht werden.

Zuerst muss hier das Interesse des Users geweckt werden. Was sonst nur in Zeitschriften, TV-Spots oder im hauseigenen Katalog geschah, findet nun zunehmend auch in Sozialen Netzwerken, E-Mail Newslettern oder in speziell programmierten Bereichen auf der Händlerwebseite statt. Der Vorteil, den diese Dialogmedien gegenüber den Klassikmedien bieten, sind zum einen die oft direkt auf den User zugeschnittenen Inhalte, aber auch der geringe Aufwand den der User tätigen muss, um sich weiter über ein Produkt zu informieren oder es sich sogar im virtuellen Shop anzuschauen. Für den „faulen“ User entsteht hier der geringstmögliche Aufwand.

Inspiration im Online-Bereich

Eine Umfrage des Online-Vermarkter-Kreises ergab, dass 44,3 % aller Befragten durch Online-Inhalte schon öfter auf neue Produkte oder neue Ideen aufmerksam geworden waren.1

Aufgeschlossenheit gegenüber Online-Werbung

Aufgeschlossenheit gegenüber Online-Werbung. Quelle: OVK Online Report 2012/01

In diesem Bereich ist jedoch deutlich zwischen On-Site- und Off-Site-Inspiration zu unterscheiden.

On-Site-Inspiration

Die On-Site-Inspiration bezieht sich hier vor allem auf Applikationen und gezielte Einblendungen auf der Händlerwebseite selbst. Das Ziel dieser Tools ist es, dem User beeindruckende Inhalte zu präsentieren, die ihm direkt im Händlershop neue Produkte vorstellen oder Denkanstöße geben.

Oft kommen auch unternehmenseigene News-Blogs zum Einsatz. In diesen Blogs informiert das Unternehmen unter anderem auch über neue Produkte, die dem Follower Beitrag für Beitrag präsentiert werden. Ein Beispiel dafür bietet blogs.telekom.com. Hier werden neben Informationen zum Unternehmen auch Produktinformationen und Produkttests mit Videos über im eigenen Shop angebotene Produkte bereitgestellt. Beispiel: http://blogs.telekom.com/2012/05/24/video-telekom-zeigt-das-samsung-galaxy-s-iii/.

Off-Site Inspiration

Bei der Off-Site-Inspiration werden Inhalte auf anderen Webseiten eingeblendet, um den User auf die eigene Internetpräsenz zu locken. Hier bieten sich neben Bannereinblendungen oder Microsites vor allem Posts in sozialen Netzwerken an.

Facebook steht hier mit der mit Abstand größten Nutzerzahl im Mittelpunkt.Auf der eigenen Facebook-Seite oder ähnlichen Präsenzen in anderen sozialen Netzwerken wird nicht nur das Unternehmen präsentiert, auch können besonders attraktive Angebote, Gutscheine oder Infos zu speziellen Aktionen gepostet werden. Dabei wird auch auf die Initiative der User gesetzt, die diese Meldung unter Verwendung eines „Teilen“ Buttons wieder in ihrem eigenen Freundeskreis präsentieren können. So ergibt sich eine hohe Reichweite zu vergleichsweise günstigen Kosten. Diese Funktion wurde durch die Einführung der „Gefällt mir“-Buttons verschiedener Netzwerke weiter ausgebaut.

Eine andere Möglichkeit bietet das Netzwerk „Pinterest“. Da dessen Nutzerzahlen in Deutschland momentan vergleichsweise gering ausfallen, wird es von Unternehmen stark vernachlässigt.Das Prinzip ist jedoch einfach. Es wird ein Bild jeweils in Verbindung mit einem kurzen Kommentar direkt auf die Landing-Page der Präsenz gepinnt. Nutzer können dann kommentieren, liken und „repinnen“ (=teilen).

Anzahl der Unique Users in Deutschland, April 2012

Anzahl der Unique Users von sozialen Netzwerken in Deutschland, April 2012

Fazit

Wichtig ist jedoch, den Kunden dort abzuholen, wo er sich stetig aufhält. So kommen vor allem Facebook, die eigene Webseite und Werbeeinblendungen auf anderen, gut besuchten Webseiten in Frage.

Quellen:
1 OVK Online Report 2012/01
2 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/173771/umfrage/besucherzahlen-sozialer-netzwerke-in-deutschland/; http://www.socialmediastatistik.de/pinterest-visits-deutschland-april/
3 http://t3n.de/news/pinterest-marketing-guide-video-392018/

Dieser Blogartikel wurde im Rahmen der Vorlesung E-Commerce-Systeme im Sommersemester 2012 erstellt. Unter Anleitung von Prof. Dr. Holger Schneider haben die Studierenden sich mit einem ausgewählten Thema näher befasst, eine kurze Präsentation im Rahmen der Vorlesung gehalten und einen Blogbeitrag für WebZapper geschrieben. Inhaltlicher Stand ist jeweils Juni 2012.
Weitere Informationen zur Beitragsreihe „E-Commerce-Systeme“ findest Du hier.
Niclas Witten

Autor: Niclas Witten

Niclas Witten studiert derzeit Betriebswirtschaftslehre an der FH Wedel.

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  1. Pingback: Start der Beitragsreihe E-Commerce-Systeme | WebZapper

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