Einsatz und Nutzung von QR-Codes

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Egal wo wir uns befinden, sei es in der Fußgängerzone einer Großstadt, oder einfach nur an der Bushaltestelle, sie sind überall. QR-Codes. Sie fallen uns an jeder Straßenecke ins Auge, doch nur die wenigsten wissen, was diese Codes eigentlich bedeuten und bewirken. Auf die Möglichkeiten, die der Einsatz eines QR-Codes mit sich bringt, werde ich in meinem Blogbeitrag eingehen.

Im Grunde genommen ist ein QR-Code ein Programmcode, der in einer schwarz-weißen Matrix binär dargestellt wird. Auf den ersten Blick wirkt dieses Thema relativ komplex und technisch. Dabei sollte dieser Aspekt für die heutige Gesellschaft eigentlich keine Hürde mehr darstellen, da die Deutschen eine der technisch affinsten Völker der Welt sind. Laut einer Statistik der Internetseite Statista vom Dezember 2012 besitzen in Deutschland rund 31 Millionen Menschen ein Smartphone – Keine schlechten Voraussetzungen für die Nutzung eines QR-Codes, eigentlich. Der Einsatz des QR-Codes ist nicht das Problem, das Potential ist riesig und die Nutzungsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt.

 

Wo also liegt das Problem?

Die erste Frage, die man sich stellt ist natürlich: „Wer weiß überhaupt, was ein QR-Code ist?“ Und hier entsteht schon das größte Problem. Ein Großteil der Nation, inklusive der Smartphone-User weiß schlicht und einfach nicht, was dieses mysteriöse Kästchen bedeutet.

Es scheint so, als wäre der QR-Code ein Projekt, das die Deutsche Nation noch nicht in seinem vollen Umfang erreicht hat. Problematisch wird es ja schon bei der Nutzung dieses Codes – „Wie funktioniert das überhaupt?“ Individuen sind förmlich gezwungen sich Applikationen auf ihr Smartphone zu laden, um die Vorteile des QR-Codes auskosten zu können.

An diesem Punkt springt schon ein Großteil der „leicht Interessierten“ Menschen ab, da der „Aufwand“ einfach zu groß ist. Ganz unbegründet ist dieser Unmut aber nicht, warum integrieren die großen Smartphone-Konzerne eine QR-Code Applikation nicht einfach in die Kamera des Gerätes? Es würde dem Konzept des weitläufig genutzten QR-Code-Konzepts positiv beisteuern.

Einer Umfrage von  Statista zur Folge, nutzen über 70 Prozent der Befragten QR-Codes zwischen 0 und 5 mal im Jahr. Dementsprechend kann man behaupten, dass die Menschen, die den QR-Code auf regelmäßiger Basis nutzen im Moment eher eine Minderheit darstellen.

 

Was hindert die Leute daran QR-Codes zu nutzen und warum könnte dies zu Problemen führen?

Wenn man dieses Kästchen erstmal sieht, erscheint es einem optisch recht unattraktiv. Problematisch wird es hierbei ja schon bei dem Anreiz zum Benutzen. Wer sollte irgendwas benutzen, was auf den ersten Blick nicht einladend wirkt? Bereits bei diesem ersten, vielleicht wichtigsten Schritt gehen viele potentielle User verloren. Der Lösungsansatz müsste also in einem anderen Bereich angestrebt werden.

Es gibt bereits viele Optimierungsversuche wie zum Beispiel das Einsetzen kleiner Firmenlogos  in die Mitte des Codes, um so eventuell Aufmerksamkeit zu erregen. Auch an anderen Andock-Stellen scheint es noch zu hapern, denn die Nutzung des Codes hängt mit einer externen Software zusammen, die sich der User erstmal eigenständig runterladen muss. In diesem Sinne sollte man auch über neue Lösungsansätze in diesem Bereich nachdenken, wie zum Beispiel eine integrierte QR-Code-Software in der Smartphone Kamera.

Wie wir sehen gibt es noch einige Baustellen, wenn es um die Nutzung des QR-Codes geht. Selbst für die neue Generation der Endnutzer scheint dieses Projekt nicht selbsterklärend zu sein, ein Großteil der Smartphone Nutzer nutzt QR-Codes einfach zu selten. (Wie bereits oben erwähnt nutzen über 70% die Codes einfach zu unregelmäßig.) Die Durchsetzung und erfolgreiche Verbreitung des QR-Codes wird wohl noch einige Jahre brauchen, denn die Umsetzung neuer Ideen, sowie die Optimierung der bereits bestehenden Baustellen sind Aufgaben, die nicht leicht zu bewältigen sind.

Abschließend kann man sagen, dass der QR-Code ein sehr profitables und vielseitiges Projekt ist, wobei die Umsetzung noch nicht vollständig ausgereift ist.

 

Warum ist der QR-Code trotzdem so weit verbreitet?

Wie bereits erwähnt steckt in diesem winzigen Kästchen ein riesiges Potential. Beispielsweise können zu lange URLs in diesen QR-Code programmiert werden, um den Endnutzern die Eingabe in ihre Smartphone-Browser zu ersparen. Bereits hier sieht man, dass der Einsatz des QR-Codes eigentlich dem Nutzer das Surfen im Internet erleichtern soll.

Kaum ein Mensch wird wohl einen Youtube-Link von einem Plakat ablesen und ihn dann manuell eintippen. Auch in anderen Dingen soll der QR-Code den Nutzern helfen beispielsweise um das sonst so mühsame Getippe auf dem Smartphone zu ersparen. Nehmen wir an wir befinden uns an einer Bushaltestelle und anstatt eines Plans ist da einfach nur ein QR-Code. Eingescannt, zeitlich abgestimmt und die richtige Buslinie rausgesucht, alles innerhalb eines Scan-Vorganges, einfacher geht es eigentlich nicht.

In fernöstlichen Ländern scheint das Prinzip aufzugehen, in Südkorea hat die bekannte Einzelhandelskette Tesco eine Filiale eröffnet, welche auf reiner QR-Code Nutzung basiert. Anstatt Regale voller Lebensmittel aufzubauen, wurden QR-Codes auf bedruckte Wände gesetzt, um den typischen Kaufprozess gänzlich zu verändern. Kein langes Warten an der Kasse, kein eigenständiger Transport der Lebensmittel in die eigenen vier Wände. Ein simpler Prozess: Scannen der gewünschten Ware, bestätigen der Zahlung und der Empfang der Lieferung.

Natürlich ist der QR-Code noch anderweitig einsetzbar. Praktisch jeder Bereich bietet Platz für den einen oder anderen QR-Code. Kaum eine Werbung wird ohne QR-Code ausgestrahlt, kein Gewinnspiel auf dem Plakat an der Straßenecke wird ohne einen Code am unteren Rand veröffentlicht.

Die Hoffnung seitens der Konzerne ist sicherlich vorhanden, den letzten Schritt müssen allerdings Wir, die Endnutzer tun. Das Projekt wird wahrscheinlich noch einige Prozesse der Optimierung durchlaufen müssen, aber das Potential ist viel zu groß, um eines Tages einfach auf Eis gelegt zu werden. Wir sehen, dass es in den USA und im fernen Osten wunderbar funktioniert, warum sollte es nicht in einem so fortschrittlichen und technischen Land wie Deutschland funktionieren? Die Zeit des QR-Codes wird auf jeden fall kommen, wann genau steht noch in den Sternen, aber wir sind auf einem guten Weg.

Wer mehr über QR-Codes wissen will, sollte es einfach selbst ausprobieren. Gehen sie raus und scannen sie was das Zeug hält, lassen sie sich vom Konzept des QR-Codes überzeugen. Alles was sie benötigen ist ein Smartphone/Tablet und die passende Software dazu.

 

Quellen:

[1] Statista Statistik #1

[2] Statista Statistik #2

[3] Vico-Research Tesco QR-Shopping

[4] ISHPC.de

 

 

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Jan Linek

Autor: Jan Linek

Jan Linek studiert zur Zeit E-Commerce an der Fachhochschule Wedel im zweiten Semester. In Zukunft möchte er diese erlernten und noch zu erlernenden Fähigkeiten in seinem Beruf ausüben.

Ein Kommentar

  1. Bitte lernt mal richtig zu zitieren: Das sind doch alles keine Studien von Statista!

    Dabei liefert Statista – zugegeben & leider erst nach (kostenlosem) Login – doch die genauen Quellen:

    Zitierte Studie 1:

    Quelle
    comScore
    Erhebung durch
    ComScore MobiLens

    Veröffentlicht durch
    Experte(n) (Holger Schmidt)
    Herkunftsverweis
    http://netzoekonom.de/2013/12/09/android-naehert-sich-der-saettigungsgrenze-in-deutschland/
    Veröffentlichungsdatum
    Dezember 2013
    Region
    Deutschland
    Erhebungszeitraum
    Januar 2009 bis Oktober 2013
    Altersgruppe
    ab 13 Jahre

    Zitierte Studie 2

    Quelle
    Nielsen
    Erhebung durch
    Nielsen Panel Views
    Name der Erhebung
    QR- Codes
    Veröffentlicht durch
    Nielsen
    Herkunftsverweis
    QR- Codes – Chance oder Strohfeuer?, Seite 5
    http://www.nielsen.com/content/corporate/de/de/insights/presseseite/2012/nielsen-das-smartphone-als-shopping-companion/_jcr_content/par/download_0/file.res/QR-%20Codes_Nielsen_Haushaltspanel.pdf
    Veröffentlichungsdatum
    September 2012
    Region
    Deutschland
    Erhebungszeitraum
    2012
    Art der Befragung
    Panel-Befragung

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