Marktüberblick: Multimedia-Datenbank-Anbieter

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Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, vielfältige und massive Datenmengen zu verwalten. Diese Datenmengen können von digitalen und nicht-digitalen Inhalten reichen. Abhilfe für die digitale Datenverwaltungs-Problematik kann eine Multimedia-Datenbank schaffen – aber was kann diese und welchen Anforderungen müssen gegeben sein? Genaueres wird in diesem Blog-Beitrag erläutert.

Multimedia-Datenbank

Bild „Multimedia“

Multimedia-Datenbank | Was ist das?

Um in das Thema tiefer einzusteigen, ist eine definitorische Abgrenzung im Vorweg unerlässlich. Bei einer Multimedia-Datenbank handelt es sich um ein sogenanntes Digital-Asset-Management-System (DAM), welches die Speicherung und Verwaltung von beliebigen digitalen Inhalten, insbesondere von Mediendateien wie Grafiken/Bildern, Videos, Musikdateien sowie (Text-)Dokumenten, bezeichnet. Das DAM basiert auf einem Content-Management-System, dass die bereits erwähnten Dateitypen, auch Assets genannt, verwaltet und zur Verfügung stellt. Diese Assets lassen sich im- und exportieren sowie beliebig suchen und finden. Eine erhöhte Aufmerksamkeit sollte hierbei der logischen Verschlagwortung von Assets bekommen, um eine einfache Handhabung diesern in einem System zu gewährleisten (s. Wikipedia – Digital-Asset-Management).

Zielgruppen | Für wen sind DAM-Systeme geeignet?

Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Größen können ein DAM-System in ihre unternehmensinterne Prozesse integrieren, um mit der „Big Data“-Problematik zurecht zu kommen. Grundsätzlich sind folgende Unternehmentypen für DAM geeignet:

  • (Werbe-)Agenturen/Verlage
  • Online-Shops/E-Commerce-Plattformen (z.B. für den Vertrieb von Grafiken/Bildern o.ä.)
  • Insbesondere Unternehmen mit der „Big Data“-Problematik, wie u.a. aus der Musik-, Film- und Druckindustrie

Anbietervergleich | Welche Anbieter sind auf dem Markt zu finden?

Multimedia-Datenbank-AnbieterNachdem nun einige Zielgruppen definiert worden sind, werden im weiteren Verlauf 3 Anbieter miteinander verglichen. Anhand der einzelnen Eigenschaften der 3 Anbieter werden die Unterschiede dargestellt.

Anbieter 1: Canto „Cumulus“ | www.canto.com

Die Firma Canto ist im Bereich des DAM Marktführer mit 15.000 weltweit verkauften Servern sowie mehr als 1.000.000 verkauften Nutzerlizenzen (s. Modula4 – Workflow Solutions) . Die DAM-Lösungen von Canto werden „Cumulus“ genannt und bieten neben einer guten Darstellung auf dem iPad und iPhone weitere Pluspunkte in Bezug auf die Usability an. Bei Canto sind Kauf- sowie Mietlösungen möglich, sodass auch kleine Unternehmen, die ihre Daten effizienter und effektiver verwalten möchten, nicht vor einer nicht-zu-bewältigen Investition stehen. Die DAM-Lösungen können modular für die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens angepasst werden, sodass Schnittstellen den reibungslosen Datenaustausch mit anderen Programmen (z.B. Adobe Acrobat) gewährleisten. Canto „Cumulus“ basiert auf Java und SOAP.

Anbieter 2: Picturepark „Edition“ | w4.picturepark.com

Bei der Firma Picturepark handelt es sich um einen schweizer Spezialanbieter im Bereich des DAM, welcher browser-basierte Lösungen anbietet, die als Cloud (SaaS), lokale Installation (Server zwingend erforderlich) sowie einer hybriden Version aus beidem erhältlich ist. Der USP bei Picturepark liegt darin, dass die DAM-Lösung „Edition“ eine gute Anbindung bestehender Systeme, wie Sharepoint, YouTube, DropBox, Creative Suite etc. garantiert. Ebenso kommt die Einfachheit der Lösung bei den Nutzern an, was eine Umsatzsteigerung von 25 % im Jahr 2012 zur Folge hatte. Picturepark „Edition“ basiert auf Microsoft .NET und SOA.

Anbieter 3: eyebase „mediasuite“ | www.eyebase.com

Die letzte Lösung, die vorgestellt wird, ist eyebase´s „mediasuite“. Diese DAM-Lösung ist 100% web-basierend und als Newcomer im DAM-Bereich zu betrachten. eyebase bietet neben einer einfachen Usability eine ebenfalls gute Anbindung an bestehende Systeme an. Ein Fokus wird der Integration von PayPal als Bezahlmodell für Interessenten der Bilddaten zugeschrieben. Plant ein Unternehmen, Bilddaten kommerziell zu vertreiben, so kann eyebase´s „mediasuite“ eine gute Lösung sein, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. Bislang wurden mehr als 10.000 Nutzerlizenzen verkauft.

Vor- und Nachteile | Was muss bei der Überlegung einer Anschaffung beachtet werden?

Im Folgenden werden einige Vor- und Nachteile aufgelistet, die eine Integration einer DAM-Lösung in einem Unternehmen nach sich ziehen kann:

Vorteile

  • Prozesse werden optimiert
  • „Big Data“-Problematik kann möglicherweise gelöst werden
  • Einfache Anbindung an bestehende Systeme (Wichtig für E-Commerce)
  • Modularer Aufbau einer Lösung möglich
  • Flexible Lizenzsysteme

Nachteile

  • Kosten können intensiv sein (je nach Modell)
  • Schaffung neuer innerbetrieblicher Strukturen notwendig
  • Intensive Projektplanung
  • Zeit- und ressourcenaufwändig in Bezug auf Schulung und Integration

Zusammenfassung | Was lässt sich abschließend festhalten?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es nicht DIE beste DAM-Lösung für jedes Unternehmen gibt. Die beschriebenen Anforderungen und Bedürfnisse eines einzelnen Unternehmens, sowie die mittel- und langfristige Ausrichtung in Bezug auf Investitionen, können entscheidend für den Entscheidungsprozess für oder gegen eine Implementierung eines DAM-Systems sein. Für den Bereich E-Commerce werden neue Möglichkeiten in Bezug auf den Absatz von Mediadaten ermöglicht. Abschließend ist zu sagen, dass es sich hierbei um innovative und mächtige Tools handelt, die den Umgang mit großen Datenvolumina und Redundanzen erleichtern und nachhaltig verändern können.

Quellen

Bild „Multimedia“ (Alle Rechte bei der Firma Sortimo) | www.sortimo.de/uploads/media/header_bilddatenbank_59bea6.jpg

Canto „Cumulus“ | www.canto.com/de

eyebase „mediasuite“ | www.eyebase.com

Modula4 – Workflow Solutions | www.modula4.com/de/solutions/products/cumulus

Picturepark „Edition“ | w4.picturepark.com/de

Wikipedia – Digital-Asset-Management | de.wikipedia.org/wiki/Digital-Asset-Management

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