RatingSpy – ein Google Shopping monitoring tool

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Im Bereich des E-Commerce spielen Kundenbewertungen eine immer größer werdende Rolle. Vor allem bei unbekannten bzw. neuen Online-Shops liegt bei vielen Kunden das Hauptaugenmerk auf den Erfahrungen vorheriger Einkäufer. Doch während man als Kunde die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Anbietern im Internet hat, so ist es als Verkäufer doch gar nicht so leicht, einen Überblick über sein aktuelles „Ansehen“ im World Wide Web zu erhalten. An dieser Stelle kommt das Tool „RatingSpy“ zum Einsatz, welches als Projekt von der Firma Akm3 GmbH auf Eigenbedarf hin entwickelt wurde [1].

RatingSpyLogo

 

Doch welche Funktionalitäten verbergen sich hinter „RatingSpy“?

Wie auf der Website sofort erkennbar ist, handelt es sich bei „RatingSpy“ um ein „Google Shopping monitoring tool“.  Das bedeutet, dass sämtliche bei Google Shopping vorhandenen Shop-Bewertungen mithilfe des Tools erfasst, abspeichert und zur Analyse aufbereitet werden. Die Daten werden dabei nach verschiedenen Kriterien gefiltert und in unterschiedlichen Grafiken dargestellt. Es lassen sich beispielsweise Durchschnittsbewertungen der Händler auf Gesamt- und Wochenbasis sowie Gesamtanzahl und Anzahl der Shop Bewertungen pro Woche gut ablesen, sodass Trends und Entwicklungen leicht erkennbar sind. RatingSpy greift dabei auf Langzeitdaten von Google Shopping – mittlerweile über 1 Million Bewertungen – zurück, für die etwa wöchentlich ein Update durchgeführt wird [2]. Jede Bewertung eines Shops setzt sich dabei aus Einzelbewertungen zusammen, welche verschiedenen Bewertungs- oder Preisvergleichsportalen wie z.B. Ciao, dooyoo, Geizkragen oder ähnlichen entnommen werden.

Doch wie sieht das Ganze in der Praxis aus?

Um Ratingspy nutzen zu können, ist es notwendig, sich mit Namen, E-Mail-Adresse und Passwort einen Account einzurichten. Dieser ist für Privatnutzer komplett kostenfrei, sofern nicht mehr als fünf verschiedene Shops gelistet werden [3]. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Website. Nach dem Einloggen sieht der Nutzer zunächst ein Dashboard, auf dem sich die wichtigsten Metriken im Überblick befinden.

 

Screenshot vom Dashboard nach der Anmeldung

Screenshot vom Dashboard nach der Anmeldung

 

Dazu gehören eine kurze Übersicht über die aktuell gelisteten Shops, die durchschnittliche Gesamtbewertung, die Anzahl aller erfassten Bewertungen sowie das Datum des letzten Updates. Um eine detaillierte Ansicht der einzelnen Shops zu erhalten, gibt es den Button „Details und Statistiken“ über den die oben beschriebenen Einzelgrafiken erreichbar sind. Hier am Beispiel von Amazon zu sehen:

Screenshot von der Detailansicht

Screenshot von der Detailansicht

 

Auf der Detailseite ist links zunächst die „durchschnittliche Bewertung laut Google“ erkennbar sowie eine Auflistung der Portale, aus denen sich die Shop-Bewertung zusammensetzt. An dieser Stelle lässt sich auch eine reine Bewertungsdarstellung zu einem bestimmten Portal wie z.B. Ciao liefern. Zusätzlich existiert im oberen Bereich eine Darstellung, aus der hervorgeht, in welchem Zeitraum die letzten 50 Ratings abgegeben wurden. Im weiteren Verlauf der Seite finden sich dann zur genaueren Analyse folgende Grafiken: eine Langzeitstatistik über die Anzahl der Bewertungen, eine Statistik, ob die Bewertungen hilfreich waren oder nicht, eine Statistik über die Entwicklung der Verkäuferbewertung sowie eine Statistik über die Aufteilung der Bewertungen nach Sternen. Bei jeder dieser Statistiken lässt sich über das Positionieren der Maus auf der jeweiligen Datenkurve erkennen, zu welchem Zeitpunkt diese Daten erhoben wurden und wie der exakte Wert lautet.

Doch wie nützlich ist das Tool nun in der Praxis?

Wie deutlich wird, können Shopbetreiber mithilfe von „RatingSpy“ sehr schnell und leicht einen Überblick über ihren aktuellen Bewertungsstand gewinnen. Auch Veränderungen wie z.B. plötzliche starke Bewertungseinbrüche können aufgezeichnet werden und dabei helfen, Probleme im Shop zu erkennen. Andererseits muss jedoch beachtet werden, dass das Tool auf den Google Shopping Daten basiert und somit stark von Google abhängig ist. Es liegt im Endeffekt bei Google, welche Bewertungsportale einbezogen und welche Daten aufbereitet werden. Außerdem spielen in den unterschiedlichen Portalen auch unterschiedliche Kriterien mit in die Bewertung ein. Somit müsste evtl. eine Bewertung aus dem einen Portal eigentlich anders gewichtet werden als die aus einem anderen Portal.

Und abschließend noch ein kurzes Fazit…

Nachdem ich mich etwas ausführlicher mit dem Tool beschäftigt habe, bin ich zu der Meinung gekommen, dass „RatingSpy“ sowohl für kleine als auch größere Shopbetreiber ein durchaus nützliches Tool sein kann, welches ich als Verkäufer ebenfalls nutzen würde. Dies sollte jedoch am besten in Kombination mit anderen SEO-Tools geschehen, um dabei auf der sicheren Seite zu sein.

 

Quellen:

www.ratingspy.de
http://www.akm3.de/blog/webmasterfriday-kostenlose-online-tools
https://productforums.google.com/forum/?fromgroups=#!topic/google-shopping-deutschland/diaUJi8WXIc

Marlitt Schwass

Marlitt Schwass

Marlitt Schwass studiert E-Commerce im zweiten Semester im Master. Zuvor hat sie bereits ihren Bachelor in Medieninformatik an der FH Wedel absolviert. Parallel zu ihrem Studium arbeitet Marlitt als Werkstudentin bei Tchibo im Vertrieb E-Commerce Non Food, um die erlernten Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden zu können und Erfahrung zu sammeln.
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Autor: Marlitt Schwass

Marlitt Schwass studiert E-Commerce im zweiten Semester im Master. Zuvor hat sie bereits ihren Bachelor in Medieninformatik an der FH Wedel absolviert. Parallel zu ihrem Studium arbeitet Marlitt als Werkstudentin bei Tchibo im Vertrieb E-Commerce Non Food, um die erlernten Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden zu können und Erfahrung zu sammeln.

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