Shopsystem TicTail

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Das schwedische Start-Up-Unternehmen TicTail wurde 2012 gegründet und hat seitdem über 35.000 Onlineshops im World Wide Web. Wie sie das in dieser Kürze der Zeit geschafft haben? Ganz einfach! TicTail ist kein typisches Onlineshop-System, es ist vielmehr eine Software-as-a-Service (SaaS) Lösung. Dieses System wird komplett gewartet und gehostet und es fallen definitiv keine Kosten für den User an! Des Weiteren ist der strukturelle Aufbau sehr einfach gehalten. Er ermöglicht jedem User, ob technische Affinität oder auch nicht, einen Onlineshop innerhalb von 10-30 Minuten aufzubauen. Man benötigt lediglich eine E-Mailadresse, muss sich kurz über die Domain Gedanken machen und los geht’s!Es ist simple und führt einen von Step zu Step, sodass man sich nur äußerst schwer verlaufen kann. Sei es die Auswahl des Designs, welches man aber auch jeder Zeit wieder ändern kann, oder aber Beschreibung des Stores. Alles ist  gewissermaßen spielerisch gehalten und erinnert ein wenig an „Tumbrl“.

Jedoch gibt es gewisse Dinge, die durch das einfach gehaltene System sehr aufwändig sind. So kann man zum Beispiel keine externen Warenwirtschaftssysteme einbinden und ist somit gezwungen, alle Produkte, Produktbeschreibungen und Preise händisch anzulegen und zu vermerken. Da man auch immer nur ein Produkt zurzeit bearbeiten kann, beansprucht dies sehr viel Zeit verbunden. Somit ist schon einmal klar, für größere Unternehmen, bzw. Unternehmen mit einem größeren Produktportfolio, ist TicTail mehr als ungeeignet. Nutzlich ist dieses System eher für Klein- bzw. Kleinstbetriebe. Wenn man TicTail für einen deutschen Store benutzen möchte, muss man hier beachten, dass TicTail nur einen Mehrwehrtsteuersatz (19%) zur Verfügung hat. Hier merkt man, dass der deutsche Markt noch nicht in den Focus der Entwickler gerückt ist. Auch alle Buttons, wie „Bestellen“ etc., sind noch auf Englisch und auch nicht in eine andere Sprache veränderbar. Jedoch hat TicTail mit der Möglichkeit der Zahlung mit Lastschrift und Kreditkartenzahlung, die Zahlungsmöglichkeiten für den deutschen Markt verdreifacht, da bis vor kurzem nur die Bezahlung mit PayPal für Deutschland möglich war.

Wenn man sich jetzt darüber wundert und sich fragt, wie TicTail denn Geld verdient, ist dies natürlich nicht unberechtigt. Jedoch ist es relativ einfach zu beantworten. TicTail hat in seinem Shop einen App-Store eingefügt. Dieser enthält alle möglichen Apps von analytischen bis zu Discount Apps. Einige sind auch hier kostenfrei, doch die Vielzahl der Apps müssen gekauft werden. Jedoch sind auch die Apps für Unternehmen eher erschwinglich, kosten sie doch zum Großteil unter 20€. TicTail benutzt außerdem noch einen weiteren Trick. Auf jeder Website ist das TicTail Wasserzeichen, welches man nicht entfernt bekommt und jede Domain endet stets auf tictail.com, ob man will oder nicht. Insofern steht die Eigenwerbung von TicTail im Vordergrund und ist nicht abzuschalten.

Ein positiver sehr Aspekt ist wiederum die automatische Erstellung einer mobilfähigen Seite, welche sehr übersichtlich dargestellt wird und sich an die Vielzahl der Endgeräte anpasst.

Für uns bleibt nun abzuwarten, ob die Entwickler den deutschen Markt irgendwann entdecken und ihren Shop auch an diesen anpassen. Damit wäre er eine sehr gute und vor allem eine sehr kostengünstige Alternative für Privatpersonen oder kleinere Unternehmen, welche auch auf den E-Commerce Zug aufspringen möchten.

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Alexander Amelung

Autor: Alexander Amelung

Mein Name ist Alexander Amelung und ich studiere E-Commerce im ersten Semester an der FH-Wedel. Bevor ich zur FH kam, schloss ich meine Ausbildung zum Industriekaufmann ab und absolvierte ein halbjähriges Praktikum in Australien im Bereich Marketing.

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