Social Commerce mit Sellaround

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Das Unternehmen

Sellaround wurde 2010 aus der Stuttgarter Agentur Maria GmbH ausgegründet. Der CEO der Maria GmbH Adrian Thoma übernahm fortan zusammen mit Felix von Kunhardt (ehem. Ebay Manager) die Leitung von Sellaround.
Das Unternehmen hat schon früh sowohl finanzielle Unterstützung, als auch Wissensaustausch von Fremdkapitalgebern erhalten. Diese sind neben Christoph Bertsch (www.bertschinnovation.com) unter anderem die K5-Holding, die als E-Ventures-Kapitalgeber mit ihrem fundierten Knowhow einiges zum Wachstum von Sellaround beitragen könnte.

Was macht Sellaround?

Sellaround ist eine E-Commerce Lösung, die sich auf auf Social Commerce spezialisiert hat.
Momentan bedeutet Social Commerce, dass Unternehmen eine Beziehung zum Konsumenten aufbauen, um anschließend ihre Produkte und Kampagnen zu bewerben und den Konsumenten dadurch auf die jeweiligen Vertriebskanäle locken.
Sellaround revolutioniert diesen Begriff allerdings. Denn die Kunden von Sellaround können ihre Produkte nicht nur auf Social Media Plattformen, wie z.B. Facebook, bewerben, sondern können diese dort direkt einbinden und verkaufen, ohne dass der Konsument die Seite verlassen muss.
Somit wird der point-of-sale so nahe zum Kunden gebracht, wie noch nie zuvor.

Ein Marketing Grundsatz lautet: „Sei dort, wo deine Kunden sich aufhalten“.
Durch Sellaround präsentieren sich die Unternehmen nicht nur, sondern verkaufen sogar dort, wo der Kunde sich aufhält.

Selling Widgets

Die Selling Widgets (z.Dt. Verkaufsfenster) sind das Hauptprodukt von Sellaround. Sie ermöglichen dem Sellaround-Kunden, eine hochwertige Produktpräsentation. Jedoch das besondere daran ist, dass die gesamte Transaktion in diesem Widget abgewickelt werden kann, ohne dass die jeweilige Seite verlassen werden muss.

Dieser letzte Aspekt stellt wohl auch den gravierendsten Unterschied und Fortschritt zum herkömmlichen Social Commerce dar. Denn durch das Auslassen des „Kanal-Übergangs“, z.B. der Wechsel zwischen einer Facebook-Seite und einem Webshop, wird der Conversion-Pfad erstaunlich verkürzt, was logischerweise eine Verminderung der Abbrüche und eine Steigerung der Conversion-Rate zur Folge haben müsste.

Die Selling Widgets eignen sich sowohl für größere Unternehmen, die z.B. ihre Abverkäufe gezielt steuern wollen, als auch für Jungunternehmer oder Künstler, die lediglich ein schmales Sortiment anbieten.

Dabei liegt ein besonderer Vorteil für letzteres Beispiel in dem Aspekt, dass kein großes Marketing-Budget notwendig ist, um die Produkte erfolgreich aussteuern zu können, sondern es wird sich lediglich die Viralität der Social Media zu Nutzen gemacht.

Selling Widget

Promotion Widgets

Die Promotion Widgets von Sellaround sind den Selling Widgets überwiegend ähnlich.

Allerdings pflegen diese einen anderen Zweck. Bei diesem Produkt geht es lediglich um die attraktive Darstellung und die damit einhergehende Bekannntmachung der zu verkaufenden Produkte. Die Möglichkeit der Transaktionsabwicklung fällt zwar weg, jedoch können die Widgets simpel mit Rich-Media angereichert werden, was einen guten Einfluss auf die Viralität haben dürfte.

Besonders geeignet sind die Promotion Widgets vor allem für Unternehmen, die ihre Marketing-Kampagnen gezielt und prominent aussteuern möchten.

Q&A Plugin

Das Q&A Plugin ermöglicht Konsumenten interaktive Umfragen zu begehrten Produkten. Der Konsument muss lediglich das Produkt in eine Nachricht einfügen und kann diese anschließend an ausgewählte Freunde senden. Daraufhin kann er sich die Auswertung der Umfrage in Echtzeit ansehen und darauf basierend eine Kaufentscheidung treffen.

Sellaround Shop

Was wäre, wenn ein Shop zu eröffnen, genauso einfach wäre wie z.B. ein Youtube-Video einzubetten?

Genau das bietet Sellaround seinen Kunden an. Es sind weder Programmier- noch Grafikkentnisse notwendig, um die Administration des Shops zu bedinenen. Ohne viel Aufwand lässt sich der Sellaround Shop in eine Social Media-Plattform, wie z.B. einen Blog einbinden und durch wenige Klicks lassen sich neue Produkte einfügen oder die Versandkosten steuern. Desweiteren lässt sich die gesamte Transaktion, wie schon von den Selling Widgets bekannt, mittels Paypal auf der jeweiligen Seite abwickeln.

Die Zukunftsfähigkeit von Sellaround

Der Ansatz von Sellaround liegt darin, dass die Reichweite von Social Media in Hinsicht der Monetarisierung genutzt werden muss. Dabei geht es besonders um die Viralität. Das heißt vor allem, dass Kaufentscheidungen des Konsumenten auf Social Media-Plattformen veröffentlicht werden und diese Kaufentscheidungen als Kaufimpuls für die Freunde des Konsumenten dienen. So wird der Konsument zum Werbeplakat des Unternehmens.
Die Widgets haben eine simple Administration und sind eine gute Gelegenheit für Anfänger ohne großes Budget ins E-Commerce zu starten.
Ein Hindernis ist allerdings noch, dass eine reibungslose Transaktionsabwicklung zur Zeit nur mit Paypal gewährleistet wird und es ist fraglich, ob dem Kunden die Umgebung von Facebook, Blogs und Co. genügend Seriosität bietet, um eine Transaktion abzuwickeln, oder gar Zahlungsinformationen anzugeben.

Sellaround und die dadurch einhergehende Art des Social Commerce ist sicherlich ein Trendthema der Zukunft. Denn wenn man die rasante Entwicklung und Etablierung des herkömmlichen E-Commerce betrachtet, scheint es nicht mehr weit hergeholt, dass Kaufabschlüsse auf Facebook schon balt als vollkommen gewöhnlich gelten werden.

Quellen:

Tim Alexander Schröder

Tim Alexander Schröder

Tim Alexander Schröder absolviert ein duales E-Commerce Studium an der FH-Wedel in Kooperation mit der Berendsohn AG, ein internationaler Werbeartikel- und Werbemittelhersteller. Er hat nach dem Abitur im Online Marketing eines Online Shops gearbeitet und anschließend OM-Kampagnen für Agenturen und deren Kunden betreut.
Mittlerweile arbeitet er zusätzlich für das Beratungsunternehmen eTribes.
Ihm gefällt vor allem die Innovation und die Dynamik in der Branche.

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de.linkedin.com/in/timalexanderschroeder
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Autor: Tim Alexander Schröder

Tim Alexander Schröder absolviert ein duales E-Commerce Studium an der FH-Wedel in Kooperation mit der Berendsohn AG, ein internationaler Werbeartikel- und Werbemittelhersteller. Er hat nach dem Abitur im Online Marketing eines Online Shops gearbeitet und anschließend OM-Kampagnen für Agenturen und deren Kunden betreut. Mittlerweile arbeitet er zusätzlich für das Beratungsunternehmen eTribes. Ihm gefällt vor allem die Innovation und die Dynamik in der Branche. xing.com/profile/TimAlexander_Schroeder de.linkedin.com/in/timalexanderschroeder

3 Kommentare

  1. Die Frage ist, welchen Mehrwert das Unternehmen hat, wenn Twitter, Facebook, Pinterest und Co. einfach selbst den Buy Button integrieren? Getestet wird er ja schon fleißig und mit Stripe steht zumindest schon eine Payment-Lösung.

  2. Tim Alexander Schröder

    Hallo Nico,
    danke für deinen Kommentar!
    Ich denke nicht, dass ein konkurrierender Buy Button den Mehrwert von Sellaround für den Kunden und Konsumenten vermindert. M.E. handelt es sich dabei lediglich um eine herkömmliche Wettbewerbssituation in der Software-Auswahl. Für welche Software sich der Kunde letztendlich entscheidet sei mal dahingestellt, möglich ist natürlich, dass Facebook mit entsprechend benannter Social Commerce Software aufgrund des Bekanntheitsgrads einen gewissen Wettbewerbsvorteil hat.
    Die Kooperation von Facebook und Twitter mit Stripe ist interessant, allerdings hat Sellaround mit Paypal ebenfalls einen zuverlässigen Payment Solution Provider an der Seite.

    Aus meiner Sicht ist die spannende Frage nicht, welche Software im Endeffekt das Rennen macht, oder welche die größten Mehrwerte bietet, sondern viel mehr ob sich der Abverkauf von Konsumgütern über Social Media Kanäle beim Endkunden etabliert oder nicht. Sprich:
    Hat „Social Commerce i.e.S.“ eine Zukunft?

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