Suchlösungen für Onlineshops – und warum eine gute Produktsuche wichtig ist

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Ich habe sie schon oft genutzt: die Suchfunktion im Onlineshop. Gründe hierfür gibt es viele: Beispielsweise wenn ich genau weiß, welches Produkt ich kaufen möchte, und deshalb den schnellsten Weg zu diesem Produkt suche. Oder ich mir nicht sicher bin, in welcher Kategorie das Produkt im Shop gepflegt ist. Oder ich Produktvarianten in verschiedenen Kategorien vermute – strandtaugliche Shorts suche ich nicht nur unter Damenmode, sondern auch in den Bereichen Sport oder gar Wäsche (> Bademode). Eines ist jedoch klar: Wenn ich die Suche benutze, möchte ich möglichst schnell alle relevanten Produkte präsentiert bekommen – nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Wie frustrierend schlechte oder keine Suchergebnisse für potentielle Käufer sein können, schildert z. B. das Supermarktblog. Und dass nicht nur ich gerne die Suchfunktion als Einstieg in das Shopsortiment nutze, lässt sich u. a. auf der eResult-Unternehmenswebsite nachlesen. So schreibt Thorsten Wilhelm (Geschäftsführer eResult Gmbh):

„Die Ausgangsintention bei Aufruf eines Online-Shops ist jedoch in den meisten Fällen die gezielte Produktsuche. Diese Beobachtung machen wir immer wieder bei unseren Nutzertests. Gespräche mit Shop-Betreibern bestätigen uns diese Beobachtung. Ausgehend von der Startseite eines Online-Shop steigen die meisten Besucher (50 bis zu 80%) über die Produktsuche in das Sortiment ein.“

Wer aber nicht zügig zum gewünschten Produkt findet, wandert schnell zur Konkurrenz ab – auch das ist eine oft beobachtete Tatsache:

„Our own research shows that 73% of customers will leave a site in two minutes if they can’t find what they’re searching for.“ (SLI Systems: Big Book of Site Search, 2009, S. 2)

Das gute Funktionieren der Produktsuche hat für die Conversion Rate also immense Bedeutung – zudem Studien belegen, dass Nutzer der Suche überdurchschnittlich oft zu Käufern werden (siehe z. B. Daniel Burnstein: On-site Search: How to help your customers find what they want (to buy).

Funktionen einer zeitgemäßen Produktsuche

Zum guten Funktioneren der Produktsuche gehören heutzutage längst nicht nur passende Ergebnislisten. Die Suchsoftware reagiert auch mit (alternativen) Suchvorschlägen bei der Eingabe des Suchstichworts (Fehlertoleranz und Suggest) und bietet personalisierte Treffer sowie Filter zur Verfeinerung des Suchergebnisses an (After Search Navigation). Für Shobbetreiber sind außerdem Features wie die Beeinflussung des Rankings wichtig, also welche Produkte in den Ergebnislisten an welcher Position auftauchen: So lassen sich beispielsweise Marketingkampagnen unterstützen, indem aktuell beworbene Produkte weiter oben als nicht-beworbene Produkte erscheinen. Ferner sollte die Suche mit abweichenden Wortformen wie Singular und Plural (> Stemming) oder aber Synonymen klarkommen, Analysemöglichkeiten für das Suchverhalten der Shopbesucher bieten und natürlich performant arbeiten.

Externe Suchlösungen

Möchten Shopbetreiber nicht auf die Qualität der internen Suche des von ihnen eingesetzten Shopsystems vertrauen, haben sie die Wahl unter den am Markt befindlichen externen Suchlösungen. Zu den bekanntesten Suchanbietern zählen hierzulande Fredhopper, Fact-Finder und Exorbyte, dazu kommen jüngere Suchlösungen wie Findologic und Searchperience.

Blogserie „Produktsuchen für Onlineshops“

Über den Funktionsumfang dieser und weiterer externer Produktsuchen informiert derzeit eine Blogserie im Tudockblog*. Die Autoren porträtieren die verschiedenen Suchlösungen mit Angaben zu den Leistungsmerkmalen, der Performance, der Backoffice-Usability, den Kosten und der technischen Anbindung. Eine persönliche Bewertung der Produktsuche rundet jeden Beitrag ab. Interviews mit Such-Verantwortlichen ergänzen die Beitragsreihe, weitere Hintergrundinformationen und Lesetipps zum Thema sollen folgen. Unter http://www.tudock.de/blog/tag/suchsoftware-vergleich/ befindet sich die Übersicht aller bisher veröffentlichten Beiträge der Produktsuchen-Serie.

 

*Zum Tudockblog:

Das Tudockblog ist das Corporate Blog der Hamburger Internetagentur Tudock, meinem Arbeitgeber (ich bin duale Studentin der Medieninformatik). Tudock plant, realisiert und betreut anspruchsvolle Internetprojekte. Leistungsschwerpunkt ist neben der Webentwicklung (inkl. Shopentwicklung) auch die Shopoptimierung und das Produktmanagement für Webshops. Wer sich für meine bisherigen Erfahrungen mit dem dualen Studium an der FH Wedel interessiert, wird dazu auch im Tudockblog fündig. Am 29.01.2013 erschien dort unter dem Titel „Wie werde ich Webentwickler“ ein kleines Interview zum von mir gewählten Ausbildungsweg.

Julia Menzel

Autor: Julia Menzel

Julia Menzel studiert seit dem WS 2011/2012 Medieninformatik an der FH Wedel. Julia hat sich für ein duales Studium entschieden. Hierbei gehört die Tätigkeit als Werkstudentin in einem kooperierenden Unternehmen fest zum Studienplan. Für Julia offeriert die Hamburger Internetagentur TUDOCK GmbH den dualen Studienplatz.

2 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis, die Serie werd ich mir mal anschauen.

  2. Danke für den Tip, die Blogserie ist wirklich gut gemacht.

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